Ditmar Jakobs (1979-1989)


 

 

Ditmar Jakobs

(*1953 / HSV 1979-1989)

 

Der langjährige Kapitän ist mit seinen elf Jahren beim HSV eine der absoluten Größen in der ewigen Rangliste der Spiele für den HSV.

 

Jakobs war einer der Garanten in der Abwehr für die unzähligen Erfolge in der erfolgreichsten Zeit des Hamburger SV.

Für mich einer der Großen des HSV und trotz "lediglich" 20 Spielen in der Nationalmann-schaft zu meiner Jugendzeit weder aus der Nationalmannschaft und schon gar nicht beim HSV wegzudenken. So knallhart und doch besonnen, dass ich noch heute das abrupte Ende seiner Karriere vor Augen habe und dies bedaure, als wäre es erst kürzlich passiert.



Ditmar Jakobs (28.08.1953)

Der langjährige Kapitän war einer der ganz großen Spieler im Trikot des HSV, klassischer Vorstopper. Er war Mitglied der Mannschaft, die 1983 gegen Juventus Turin den Europapokal der Landesmeister holte, 1980 Vizemeister bei den Landesmeistern (gegen Nottingham Forest) und 1982 im UEFA-Cup (gegen IFK Göteborg) war, 2mal Deutscher Meister (1982 und 1983), 4 mal Vizemeister (1980, 1981, 1984, 1987) und 1mal DFB-Pokalsieger (1987 gegen die Stuttgarter Kickers) wurde. Finalist war er auch 1987 im DFB-Supercup (gegen München) und 1983 sowohl im UEFA-Supercup (gegen FC Aberdeen) als auch im Weltpokal (gegen Gremio Porto Allegre).

 

Begann in der Jugend bei Arminia Lirich und Rot Weiß Oberhausen, die 1970 in den Bundesligaskandal verwickelt waren. Im Mai 1972 gab er sein Profi-Debüt für die Rot-Weißen und wurde insgesamt 39 mal in der BL eingesetzt (12 Treffer). Im Sommer 1973 erfolgte der Abstieg in die zweitklassige Regionalliga West (13 Tore in 33 Partien). Als der in der anschließenden Aufstiegsrunde (8 Spiele, 3 Tore) der Wiederaufstieg verpasst wurde, blieb er noch für 6 Spiele in der jetzigen 2. Bundesliga Nord. Im Pokal kam er insgesamt auf 5 Einsätze und 2 Tore.

 

Ditmar unterschrieb im September 1974 bei Tennis Borussia Berlin in der ersten Liga. Es folgte Abstieg, sofortiger Wiederaufstieg und erneuter Abstieg. Er machte 63 Erstligapartien (4 Tore) und 38 Spiele mit 12 Toren in er 2. Bundesliga Nord. Im Pokal trug er 10 mal das Borussen-Trikot, wobei ihm ein Treffer gelang. Im Sommer 1977 erfolgte ein erneuter Wechsel, zurück in den Ruhrpott zum MSV Duisburg. In 68 Spielen sicherer Rückhalt in der Bundesliga (2 Tore) und im Pokal (10 Spiele, 1 Tor). Im Intertoto-Cup war er 6 mal im Einsatz und im UEFA-Cup, wo sensationell das Halbfinale (gegen Mönchengladbach) erreicht wurde, wirkte er 10 mal mit.

 

Manager Günther Netzer holte ihn im Sommer 1979 an die Alster, wo sein Siegeszug begann. In 11 Jahren stand er in der Bundesliga 323 mal (!) auf dem Platz und erzielte 27 Tore. 33 Spiele machte er im DFB-Pokal (6 Tore) und eins im DFB-Supercup. Neben 19 Einsätzen und 3 Toren im Pokal der Landesmeister, 23 Spielen (1 Tor) im UEFA-Cup und 3 Partien im Europokal der Pokalsieger kam er auch noch zu 2 Begegnungen im UEFA-Supercup und einem Spiel im Weltpokal.

 

 War bei allen Stationen immer "Mister Zuverlässig ." Ein Abwehrspieler und Kämpfer Marke Sonderklasse, war immer Garant für eine sichere Hintermannschaft, besonders stark im Zweikampfverhalten und bei Kopfbällen. Eine deutsche Sportzeitschrift nannte ihn einen der "letzten großen Kämpfer der Bundesliga ." Aber nicht nur sportlich war er ein ganz wichtiger Eckpfeiler, sondern auch bei den Mitspielern "Pfundstyp", stets ehrlich und offen, einer, auf den man sich absolut verlassen konnte.

 

Als Nationalspieler kam er auf 20 Einsätze (1 Tor). 1980 machte er sein erstes Spiel und nahm dann nach einer 4jährigen Pause 1986 bei der WM in Mexiko teil und wurde Vize-Weltmeister. Stand im Finale gegen Argentinien auf dem Platz. Danach beendete er die Länderspielkarriere.

 

"Jacko" musste seine Karriere nach einer schweren Rückenverletzung in einem Spiel am 20.09.1989 gegen Werder Bremen beenden. Er fiel bei einer dramatischen Rettungsaktion, als er den Ball noch von der Torlinie kratzte, auf einen Karabinerhaken des Tornetzes, der sich in den Rücken bohrte. Der Haken musste mit dem Skalpell entfernt werden, wobei Nervenbahnen in der Nähe der Wirbelsäule durchtrennt und drei Zentimeter von der Wirbelsäule entfernt wurden. Hat chronische motorische Störungen, benötigt deswegen immer noch eine Gehhilfe zur Fortbewegung.

 

Mit seinen insgesamt 493 Erstligaspielen (und 45 Toren) steht er an 13. Stelle in der ewigen Rangliste mit den meisten Bundesligaeinsätzen. Ditmar Jakobs war Mitbesitzer und kaufmännischer Leiter eines Rehabilitations-Zentrums (dass sich auf Sportverletzungen spezialisiert hat), mit Beteiligung von Holger Hieronymus, in Altona. Ist Mitglied des Verwaltungsrates der Hanseatischen Krankenkasse und lebt heute als Versicherungsmakler in Norderstedt bei Hamburg. Hat hier auch eine eigene Homepage. Er war einer der Initiatoren für das Projekt "HSV plus", lehnte aber einen Aufsichtsratsposten ab.

 

Sein jüngerer Bruder Michael, ebenfalls ehemaliger erfolgreicher Fußballprofi (u. a. Oberhausen, Schalke 04, Hertha BSC), betreibt ein ambulantes Reha-Zentrum in Berlin.

 

BL-Saison Sp To
1979/1980
1980/1981
1981/1982
1982/1983
1983/1984
1984/1985
1985/1986
1986/1987
1987/1988
1988/1989
1989/1990
34
33
33
31
32
29
33
32
28
29
9
4
3
4
5
3
1
3
1
1
2
0
Europa Sp To
1979/1980-la
1980/1981-ue
1981/1982-ue
1982/1983-la
1983/1984-su
1983/1984-we
1983/1984-la
1984/1985-ue
1985/1986-ue
1987/1988-po
1989/1990-ue
8
6
8
9
2
1
2
6
2
3
1
0
0
1
1
0
0
2
0
0
0
0
DFB-Pokal Sp To
1979/1980
1980/1981
1981/1982
1982/1983
1983/1984
1984/1985
1985/1986
1986/1987
1987/1988
1988/1989
3
3
6
3
4
1
1
5
5
2
2
1
0
0
1
0
0
1
1
0
Liga-Pokal Sp To
1982/1983-sc
1987/1988-sc
(1)
1
(0)
0

Quelle: www.hsvfan-oberpfalz.de