Nach dem Wahnsinn rund um den endlich erreichten Aufstieg, mit Platzsturm, verschenkter Zweitliga-Meisterschaft, Empfang im Rathaus und Bustour rund um die Alster sind wir also wieder im Oberhaus des deutschen Fußballs: der 1. Bundesliga.
Wie bereits in den letzten Jahren gibt es von Adidas wieder einen kompletten neuen Satz an Trikots aus der Aeroready Serie.
Für Sammler gab es wegen der weiterhin fehlenden Unterschiede zwischen Fanshop und Spielertrikot die Hoffnung auf ein Sondertrikot, um die Sammlung in dieser Saison aufzuwerten. Diese wurden natürlich erfüllt: mit einem Sonderflock zur Krebsvorsorge "Yes, we can!cer" sowie anlässlich des 1.887 Bundesligaspiels ein "Sturm und Glanz" gab es gleich zwei..
Original Spielertrikot von Bobby Glatzel in der Heimversion der Saison.
Die positive Resonanz auf das neue Heimtrikot reflektiert - wie so oft bei Adidas - die Reminiszenz an frühere (erfolgreiche) Zeiten des HSV. Das Original des neuen Heimtrikots findet sich in der Saison 1994/95, in der diese (Farb-) Version nicht gespielt wurde, aber zumindest bereits produziert wurde und hier als Rohling in Augenschein genommen werden kann.
Original Spielertrikot von Luca Vuskovic in der Auswärtsversion der Saison
Original Spielertrikot in der Ausweichversion der Saison
Unter dem Motto „Sturm und Glanz“ verbindet das Sondertrikot die großen Erfolge, schwierigen Zeiten und die lange Tradition des HSV als Bundesliga-Gründungsmitglied mit der Gegenwart des Vereins. Das überwiegend weiße Trikot mit blauen Querstreifen und dunkelrotem Kragen wird durch zahlreiche goldene Details ergänzt, darunter ein „1887“-Nackenprint, goldene adidas-Streifen sowie goldene Rückennummern und Sponsorenflock. Ein besonderer Hingucker ist der optionale „1887-Flock“: In der Rückennummer 1887 sind die Namen aller 465 Spieler aufgeführt, die bis dato für den HSV in der Bundesliga gespielt hatten.
Das Trikot hatte einen riesigen Ansturm ausgelöst und an den ersten beiden Verkaufstagen waren 20.000 Trikots komplett ausverkauft. Aufgrund der großen Nachfrage ermöglichte der Verein anschließend eine Nachbestellung von 50.000 Trikots im Onlineshop. Damit ist das Jersey das meistverkaufte Trikot der HSV-Vereinsgeschichte und übertraf sogar das Heimtrikot der Aufstiegssaison 2024/25. Eine Besonderheit: 90 Prozent der Fans bestellten ihr Trikot mit Flock, etwa die Hälfte davon mit dem speziellen „1887 Bundesligaspiele“-Flock.
Die matchworn Trikots und einige signierte matchprepared Trikots wurden wiederum versteigert. Die matchworn Trikots erzielten durchschnittlich einen Preis rund EUR 2.140 pro Stück. Die matchprepared Versionen gingen für gute dreistellige Beträge weg.
Am 8. November 2025, dem 10. Bundesligaspieltag, im Heimspiel gegen Borussia Dortmund lief die Mannschaft mit einem Sondertrikot mit Hinweis auf Krebsvorsorge für die Krebs-Selbsthilfeorganisatino yeswecan!cer auf. Statt des üblichen Sponsors trug die Mannschaft das Logo der Krebs-Selbsthilfeorganisation yeswecan!cer.
Der Hauptpartner HanseMerkur verzichtete dafür bewusst auf seine Werbefläche, um auf die Bedeutung von Krebsvorsorge aufmerksam zu machen. Hintergrund ist, dass etwa jeder zweite Mensch im Laufe seines Lebens an Krebs erkrankt und besonders Männer Vorsorgeuntersuchungen oft aufschieben. Die Aktion ist Teil der Initiative „Männer gegen Krebs“, die mehr Menschen zur Früherkennung motivieren soll.
Die Frau zogen im Bundesliga-Heimspiel gegen den SC Freiburg am 4. Februar 2026 nach und liefen – wie zuvor die HSV-Männer – mit dem Logo der Krebs-Selbsthilfeorganisation yeswecan!cer auf dem Trikot auf. Im Mittelpunkt stehen dabei Humane Papillomviren (HPV), die verschiedene Krebsarten verursachen können. Obwohl es eine wirksame Impfung gibt, sind laut Robert Koch-Institut nur 55 % der Mädchen und 36 % der Jungen bis 15 vollständig geimpft. Die Aktion soll besonders Familien und Jugendliche erreichen und zu mehr Aufklärung motivieren.
Beide Trikotssätze wurden die Tage bzw Wochen danach versteigert. Allein die Versteigerung der (Herren-) Trikots brachte einen Erlös von insgesamt EUR 76.100, wobei das Trikot von Luka Vuskovic mit einer Preis von EUR 10.000,- noch einmal besonders herausstach.